Grundlagen

Foodtruck oder klassisches Catering? Ein ehrlicher Vergleich

Von NICE! Streetfood · veröffentlicht am · 5 Min. Lesezeit

Gäste an Bierbänken in einer Halle mit Essensständen

Kurz gesagt

Ein Foodtruck passt zu lockeren Firmenevents ab etwa 100 Gästen, bei denen draußen gefeiert wird und das Essen frisch vor Ort entstehen soll. Klassisches Catering ist die bessere Wahl für ein gesetztes Menü am Tisch, für kleine Gruppen unter 100 Gästen und für Räume ohne Zufahrt, etwa eine Etage im Bürohaus.

Diesen Vergleich schreibt ein Foodtruck-Caterer, das solltest du vorab wissen. Trotzdem ist ein Foodtruck nicht für jedes Event die richtige Wahl, und es gibt Fälle, in denen ein klassisches Catering schlicht besser funktioniert. In diesem Artikel geht es darum, wann was passt und woran du das schon vor der Buchung erkennst.

Zwei verschiedene Ansätze

Klassisches Catering meint hier alles, was in einer Küche vorbereitet und am Veranstaltungsort angerichtet wird: Buffet, Fingerfood, Flying Service oder ein Menü, das am Tisch serviert wird. Der Caterer bringt Speisen, Geschirr und meist Servicepersonal mit. Gegessen wird an Tischen oder im Stehen.

Beim Foodtruck kommt die Küche selbst mit. Gekocht wird vor Ort, die Gäste holen ihr Gericht am Fenster ab. Das verändert den Charakter einer Feier: Die Leute stehen auf, laufen herum und kommen in der Schlange ins Gespräch. Für manche Events ist genau das gewünscht, für andere passt es nicht.

Der Vergleich in der Tabelle

KriteriumFoodtruckKlassisches Catering
Zubereitungfrisch vor Ort, auf Bestellungmeist vorbereitet, vor Ort warmgehalten oder fertiggestellt
ServiceformAusgabe am TruckBuffet, Flying Service oder Menü am Tisch
Gästezahlab etwa 100, mit mehreren Trucks bis in die Tausendeauch für kleine Runden
PlatzStellfläche draußen plus ZufahrtFläche für Buffet oder Tische, oft drinnen
InfrastrukturStrom pro Truck, Wasser und Gas oft an BordKüche oder Ausgabeküche, Wasser, Strom für Warmhaltegeräte
GeschirrSchalen und VerpackungenPorzellan, Besteck und Gläser, oft mit Spülservice
WetterGäste stehen draußen, Wetterschutz einplanenunabhängig vom Wetter, wenn drinnen
Gesetztes Menüeher nichtja
Atmosphärelocker, Treffpunkt am Truckje nach Format von locker bis festlich

Die Tabelle zeigt Tendenzen. Es gibt Caterer, die am Buffet frisch zubereiten, und Foodtruck-Events, die sehr festlich wirken. Als erste Orientierung hilft sie trotzdem.

Wo der Foodtruck stark ist

Der größte Vorteil ist die Frische. Ein Burger, der direkt vom Grill kommt, oder eine Pizza aus dem Ofen schmeckt anders als ein Gericht, das seit einer Stunde warmgehalten wird. Dazu kommt die Auswahl: Stehen zwei oder drei Trucks nebeneinander, entscheidet jeder Gast selbst zwischen Burger, Bowl und Pizza. Welche Küchen möglich sind, zeigt das Menü.

Bei großen Gästezahlen hat der Truck logistische Vorteile. Ein Truck schafft bei Vollauslastung 300 bis 400 Ausgaben pro Stunde, mehrere Trucks lassen sich parallel aufstellen. Porzellan und Spülküche werden nicht gebraucht. Und weil bei NICE! Streetfood Wasser und Gas an Bord sind, reicht pro Truck ein Stromanschluss mit 230 Volt und 16 Ampere. Das passt gut zu Feiern auf dem Werksgelände oder dem Firmenparkplatz, wo es keine Küche gibt.

Dann ist da die Stimmung. Ein Truck auf dem Hof wirkt wie ein kleines Straßenfest. Für ein Sommerfest oder eine lockere Firmenfeier ist das oft genau der passende Rahmen. Wer das Kochen bewusst zum Programmpunkt machen will, findet beim Live-Cooking eine Variante dazu.

Wann klassisches Catering besser passt

In einigen Fällen ist ein klassisches Catering klar im Vorteil, und das sollte man offen sagen.

Gesetztes Menü am Tisch

Soll es ein mehrgängiges Menü geben, bei dem alle sitzen und gleichzeitig bedient werden, ist ein klassischer Caterer die bessere Wahl. Ein Foodtruck kann keinen Hauptgang an alle Tische zugleich bringen. Bei einer Gala oder einem Jubiläumsabend mit festem Programm passt der Service am Tisch besser zum Ablauf.

Kleine Gruppen unter 100 Gästen

Für eine Abteilungsfeier mit 30 oder 40 Leuten lohnt sich ein Truck selten. Anfahrt, Aufbau und Personal verteilen sich auf zu wenige Portionen. Bei NICE! Streetfood liegt die Mindestmenge bei 100 Gästen. Für kleinere Runden ist ein Caterer mit Fingerfood oder Buffet meist die wirtschaftlichere Lösung.

Räume ohne Zufahrt

Findet die Feier im fünften Stock eines Bürohauses statt, in einem Altbau ohne Hof oder in einem Hotelsaal, kommt kein Truck an die Gäste heran. Ein klassischer Caterer bringt seine Speisen dagegen mit dem Aufzug nach oben. Manchmal hilft eine Lösung im Innenhof oder auf dem Parkplatz vor dem Haus, aber nur, wenn die Gäste den Weg nach draußen gern gehen.

Kalte Jahreszeit ohne Außenfläche

Im Winter funktioniert ein Truck mit Pavillons und Heizstrahlern durchaus. Wer aber für alle Gäste einen warmen Saal mit Sitzplätzen braucht und keinen geschützten Platz draußen hat, ist mit Catering drinnen besser bedient.

Mischformen

Die Entscheidung muss nicht ganz oder gar nicht ausfallen. Drinnen gibt es zum Empfang Fingerfood, danach geht es nach draußen zu den Trucks. Oder das Abendessen kommt vom Caterer am Tisch, und später fährt ein Dessert Trailer mit Waffeln oder Churros vor. Wichtig ist dann nur, dass beide Dienstleister den Ablauf kennen und sich nicht gegenseitig die Fläche oder den Strom streitig machen.

So triffst du die Entscheidung

Diese Fragen helfen dir weiter:

  • Sitzen die Gäste an Tischen, oder bewegen sie sich frei?
  • Kommen mehr als 100 Gäste?
  • Gibt es draußen eine Fläche mit Zufahrt und Strom?
  • Soll das Essen Teil des Programms sein oder eher nebenbei laufen?

Sprechen die Antworten für den Truck, bekommst du im Kalkulator eine erste Preisspanne für deine Gästezahl. Was in den Paketen steckt, zeigt die Preisseite. Für Events im Rheinland, etwa in Leverkusen oder Bonn, sind die Wege kurz. Spricht mehr für das klassische Catering, ist das genauso eine gute Entscheidung.

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