Grundlagen

Was ist Foodtruck-Catering?

Von NICE! Streetfood · veröffentlicht am · 4 Min. Lesezeit

Gäste stehen am Foodtruck an und sitzen an Bierbänken unter einer Brücke

Kurz gesagt

Beim Foodtruck-Catering bucht ein Veranstalter einen oder mehrere Foodtrucks exklusiv für sein Event. Die Gerichte entstehen frisch vor Ort und werden direkt aus dem Truck ausgegeben. Abgerechnet wird mit dem Veranstalter, nicht mit jedem Gast. Das Format eignet sich vor allem für Firmenfeiern, Sommerfeste, Messen und größere Veranstaltungen ab etwa 100 Gästen.

Der Begriff taucht inzwischen in vielen Angeboten auf, gemeint ist aber nicht immer dasselbe. Manche verstehen darunter einen Imbisswagen, der auf dem Firmenparkplatz Currywurst verkauft. Andere denken an eine rollende Küche, die ein komplettes Sommerfest versorgt. Hier steht, was Foodtruck-Catering eigentlich ist, wie es abläuft und wann es sich lohnt.

Das Prinzip kurz erklärt

Beim Foodtruck-Catering kommt die Küche auf Rädern zu deinem Event. Ein oder mehrere Trucks stehen auf dem Gelände, kochen dort und geben die Gerichte direkt aus dem Fenster an deine Gäste aus. Was es gibt, wie viel und für wie lange, legst du vorher fest. Abgerechnet wird mit dir als Gastgeber, deine Gäste essen ohne Kasse und ohne Bon.

Typische Anlässe sind die Firmenfeier im Innenhof, das Sommerfest auf dem Werksgelände, der Messestand oder die Zeit, in der die Betriebskantine umgebaut wird. Welche Küchen dabei zur Wahl stehen, vom Burger über Bowls bis zur neapolitanischen Pizza, zeigt das Menü.

Der Unterschied zum Imbissstand

Auf den ersten Blick sieht beides gleich aus: ein Fahrzeug mit Ausgabeklappe, davor eine Schlange. Der Unterschied liegt im Geschäftsmodell. Ein Imbissstand auf dem Wochenmarkt oder dem Stadtfest verkauft an alle, die vorbeikommen. Jeder zahlt selbst, das Angebot bestimmt der Betreiber, und wann der Vorrat ausgeht, ist sein Risiko.

Beim Catering ist der Truck für eine geschlossene Gesellschaft gebucht. Du entscheidest über Küche, Menge und Ausgabezeit, die Kosten stehen vorher im Angebot. Für die Gäste fühlt es sich trotzdem nach Streetfood an, nur ohne Portemonnaie. Bei Stadtfesten und Festivals gibt es auch Mischformen, bei Firmenevents ist die geschlossene Variante üblich.

Der Unterschied zum Buffet

Ein Buffet wird in der Regel in einer Küche vorbereitet, zum Event gebracht und dort in Wärmebehältern bereitgehalten. Die Gäste bedienen sich selbst, meist mit Porzellan und Besteck, das danach gespült werden muss. Das funktioniert, hat aber eine Schwäche: Was um 12 Uhr fertig war, steht um 14 Uhr immer noch dort.

Ein Foodtruck kocht auf Bestellung. Der Burger kommt vom Grill, die Pizza aus dem Ofen, und erst dann geht sie über den Tresen. Dafür bildet sich zu Stoßzeiten eine Schlange, die man mit der richtigen Zahl an Trucks kurz hält. Einen ausführlichen Vergleich mit Tabelle findest du im Artikel Foodtruck oder klassisches Catering.

So läuft ein Einsatz ab

  1. Anfrage: Du gibst Datum, Gästezahl, Dauer und Ort an, zum Beispiel über den Kalkulator, und wählst Küchen und Getränke.
  2. Beratung und Angebot: Menü, Zahl der Trucks und Ausstattung werden abgestimmt, das Angebot kommt schriftlich.
  3. Vorbereitung vor Ort: Du klärst Stellfläche, Zufahrt und Strom. Pro Truck braucht es 230 Volt und 16 Ampere, Wasser und Gas sind bei NICE! Streetfood an Bord.
  4. Aufbau: Die Trucks kommen zwei bis drei Stunden vor der Ausgabe.
  5. Ausgabe: Meist zwei bis drei Stunden, in dieser Zeit wird laufend frisch gekocht.
  6. Abbau: Nach der Ausgabe wird zusammengepackt, und die Trucks fahren wieder ab.

Für dich als Gastgeber ist vor allem Schritt drei Arbeit. Die Fläche, der Stromanschluss und die Zufahrt lassen sich kurz vor dem Event kaum noch ändern. Wer das früh klärt, hat am Eventtag wenig zu tun.

Für wen Foodtruck-Catering passt

Am besten passt das Format zu Veranstaltungen, bei denen die Leute in Bewegung sind: Sommerfeste, Jubiläen, Mitarbeiterfeste auf dem Werksgelände, Messen und Roadshows. Der Truck wird zum Treffpunkt, an dem man ins Gespräch kommt, während das Essen entsteht. Beim Messecatering kann er Besucher an den Stand holen, die sonst vorbeigelaufen wären.

Auch im Arbeitsalltag lässt sich ein Truck einsetzen. Wird die Kantine renoviert, übernimmt er als Kantinenersatz die Mittagsversorgung, bis die eigene Küche wieder läuft.

Weniger geeignet ist Foodtruck-Catering für sehr kleine Runden und für Abende, an denen ein gesetztes Menü am Tisch serviert werden soll. Die Mindestmenge bei NICE! Streetfood liegt bei 100 Gästen. Schwierig wird es auch bei einer Feier im fünften Stock ohne Hof oder Parkplatz, denn der Truck muss irgendwo stehen können.

Wie viele Gäste ein Truck schafft

Bei Vollauslastung schafft ein Truck 300 bis 400 Ausgaben pro Stunde. Ob das reicht, hängt weniger von der Gesamtzahl der Gäste ab als davon, wie schnell sie kommen. Verteilt sich ein Sommerfest über den Nachmittag, kommt ein Truck mit deutlich mehr Leuten klar als in einer festen Mittagspause, in der alle gleichzeitig Hunger haben.

Rein rechnerisch braucht ein Truck für 600 Gäste mit je einem Gericht also anderthalb bis zwei Stunden. Sollen alle in einer Stunde versorgt sein, stellst du zwei Trucks nebeneinander. Mehrere Küchen haben einen zweiten Vorteil: Die Gäste haben eine echte Auswahl, etwa zwischen Burger, Bowl und Pizza.

Für große Veranstaltungen bis 10.000 Gäste arbeiten mehrere Trucks parallel. NICE! Streetfood hat 2022 zum Beispiel das große Sommerfest von DEUTZ in Köln mit 5.000 Gästen versorgt. Mit 10 eigenen Trucks und Trailern und einem Netz von über 50 Partner-Trucks lässt sich auch eine Großveranstaltung dieser Größe abdecken. Im Rheinland, etwa in Düsseldorf oder Köln, sind die Wege kurz. Was das für deine Gästezahl kostet, zeigen die Preisseite und der Kalkulator.

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